Biken im Winter – so macht's Spaß!

Aktualisiert: Jan 4


Die Flucht in den Süden können wir uns dieses Jahr leider bedingt durch Corona abschminken. Und nun? Nass, kalt dunkel – Ihhh! Unser Bike über die kalten und vor allem schneereichen Tage im Keller stehen lassen oder trotzdem raus?

Wir sind definitiv von der Sorte: raus in die Natur! Im Wohnzimmer sitzen, auf den Bildschirm „glotzen“ und auf der Rolle trainieren ist einfach nicht so unser Ding.

Frische Luft, den Kopf durchpusten lassen, die Natur genießen – ja, das gefällt uns! Wenn dann noch ein bisschen Schnee dazu kommt, juhu, das macht Spaß! Mit der richtigen Kleidung und Ausrüstung macht biken im Winter genauso viel Spaß wie im Sommer. Das Gute daran: Die Trails sind im Winter sicherlich leerer als im Sommer. Aber Obacht! Auf die Technik kommt es bei nassen Wurzeln und Steinen definitiv an. Wer sich hier noch nicht ganz so fit fühlt, ein Mountainbike-Fahrtechnik-Training bringt Sicherheit auf dem Bike – egal bei welchen Bedingungen. Hier können wir definitiv die Jungs Und Mädels von albbike empfehlen. Ein kleines Mountainbike-Unternehmen bei uns auf der Schwäbischen Alb, die Fahrtechnik-Training und -touren anbieten.

Für die optimale Ausrüstung haben wir ein paar Tipps gesammelt, mit denen das Biken auch bei kälteren Temperaturen eine wahre Freude ist – natürlich alles erhältlich bei uns im Radhaus Winterlingen oder sicherlich in deinem Bike-Shop in deiner Nähe. Also nichts wie raus und die Natur genießen!


Kleider machen Leute – so auch beim Mountainbiken

Wir sind eindeutig der Typ „Zwiebellook“. Dünne Schichten, die schnell aus- und angezogen werden können sind absolut sinnvoll. Frieren, zu viel Schwitzen und vor allem nasse Haut sind absolut fehl am Platz.

  1. Als unterste Schicht dient die Base-Layer Schicht: Sie hält trocken und warm, Schweiß wird vom Körper wegtransportiert und Nässe verhindert. Wichtig: eng sollte die Base-Layer Schicht anliegen. Wir lieben Funktionswäsche aus Naturfaser, wie Merinowolle von Vaude oder Maloja.

  2. Die Mid-Layer Schicht dient als zweite Schicht. Ziel: Isolation. Je nach Wetterlage und Aktivität sind das Longsleeves, Westen oder Jacken aus hochfunktionellen Materialien wie Polyester, Primaloft oder Daune.

  3. Die oberste Schicht unseres Zwiebellooks rundet die Shell-Layer Schicht ab. Sie dient als Schutz vor Nässe, Schnee und Wind. Am besten eignen sich dafür Hardshelljacken und -Hosen. Der neueste Shit: Der Dirtsuit von Dirtlej. Das Kredo des Unternehmens: Mit verschweißten Nähten, wasserdichten Reißverschlüssen und einer Wassersäule von 10.000 mm hört die Freude erst auf, wenn du das entscheidest. Wir sind absolut begeistert von den Dirtsuits, die es für Männer, Frauen und Kinder ab 199,00€ gibt.

Ein paar Impressionen zur Base-, Mid- und Shell-Layer Schicht aus unserem Laden in Straßberg.


Uns geht ein Licht auf: Die Mountainbike-Beleuchtung

Wenn du erst nach Feierabend aufs Bike kannst oder du nachmittags nicht plötzlich im Dunkeln stehen möchtest, plane deine Tour im Vorfeld. Wann sollte ich los, sodass ich vor der Dunkelheit wieder zu Hause bin. Oder welche Lichtquelle benötige ich, wenn ich nach Feierabend noch eine Runde biken möchte. Für den Fall der Fälle ist Licht das A und O – vorne sowie hinten.


Beim Kauf solltest Du darauf achten, dass der Trail flächig, weit und gleichmäßig hell ausgeleuchtet wird. Dies erreichen die Hersteller über speziell geformte Reflektoren und Linsen bzw. durch mehrere Leuchtdioden im Scheinwerfer. Zudem ist eine USB Aufladung absolut sinnvoll. Ob die Lichtquelle am Lenker angebracht wird oder als Helmlampe genutzt wird, das ist wiederum Geschmacksache. Wichtig dabei: Leuchten der Kategorie „Outdoor“ dürfen in Deutschland nicht an Fahrzeugen befestigt und im öffentlichen Straßenverkehr verwendet werden.


Die Lezyne Hecto Drive 40 für 39,95 € ist eine solide Lampe der Mittelklasse. Bei 40 Lux strahlt sie bis zu 2:45 Stunden, im Energiesparmodus bei 15 Lux bis zu 7 Stunden. Die kleine und handliche Lampe passt dank des Silikon-Leitergummis an Lenker verschiedenster Durchmesser und besitzt eine StVZO-Zulassung.

Ein teureres Modell, dafür aber auch leistungsstärker und individueller einsetzbar, ist das ACID OUTDOOR LED-LICHT HPA 2000 von Cube. Die Lampe kann mittels Helmhalter befestigt (mit der GoPro Halterung kompatibel) oder als Stirnlampe genutzt werden. Ein leistungsstarkes LED-Licht mit bis zu 2000 Lumen Leuchtkraft und 7 Lichtfunktionen inklusive SOS-Signal.

Mit 229,95€ eher in der Kategorie „teuer“ zu finden, wobei sich der Kauf definitiv lohnt! Wichtig dabei, diese Lampe hat keine StVZO-Zulassung.


"ACID überzeugt mit der HPA 2000: leichte, kompakte Bauweise (mit allen Halterungen), Funkfernbedienung und helle, homogene Ausleuchtung." (MountainBIKE 12/2018)


Auch das Rücklicht sollte nicht unterschätzt werden! Egal ob auf der Straße oder im Gelände. Rücklichter mit integriertem Bremssensor sind optimal.

Auch hier bietet Lezyne mit der Strip Alert eine StVZO zugelassenes Rücklicht mit 35 Lumen und 4 Stunden Leuchtzeit für 39,95 €.

Lupine Light Systems Rotlicht Max mit bis zu 40 Lumen und bis zu 60 Stunden Leuchtzeit sowie StVZO Zulassung ist die High End Version für 105,00 €.


Helm-Mützen oder -Stirnbänder

Ob Mütze, Stirnband oder Buff – Hauptsache der Kopf und die Ohren sind warm. Alles mal wieder eine Geschmacksache. Für uns die Nummer eins: der Buff aus Merinowolle. Damit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: Halstuch und Mütze in Einem. Wenn es zu warm am Kopf und den Ohren wird, ziehe ich ihn einfach vom Kopf runter und habe weiterhin ein warmes Hals-Tuch. Wem Baumwolle, Merinowolle oder Polyester zu wenig ist, wählt eine Windstopper-Mütze oder eine Sturmhaube aus Gore-Tex aus.



Mountainbike-Reifen

Eis, Schnee und Matsch bedeuten für Mountainbikereifen eine echte Herausforderung. Bei Temperaturen unter null Grad sind Spikereifen, wie die Ice Spiker Pro von Schwalbe für 97,90 €, genau das Richtige. Laut Schwalbe sind diese leichter, schneller und griffiger – eben der Turbo unter den Spike-Reifen. Den Turbo können wir auf der Schwäbischen Alb definitiv gebrauchen! Mit bis zu 402 Spikes beißt er sich in jeder Eispiste fest. Der Spike-Körper rund um die Wolframcarbid-Krallen ist aus Aluminium. Das spart ordentlich Gewicht und das Bike bleibt agil.


Mountainbike-Schuhe und -Handschuhe

Bist du eine absolute Frostbeule? Eingefrorene Zehen und Finger, blaue Lippen? Mit dem richtigen Schuhwerk und den passenden Handschuhen sind wir optimal für die Kälte gewappnet. Leider können wir bei den Handschuhen das Prinzip „Zwiebellook“ wie am Körper nicht umsetzen. Passform und Griffgefühl sind bei Handschuhen das A und O. Unsere Hände stehen an vorderster Front und müssen immer einsatzbereit sein – egal ob es stürmt oder schneit. Windstopper und eine dünne Isolierung bringen die Wärme in die Hände zurück.

Unser Tipp: Handschuhe immer vor Ort testen! Viele Hersteller bedeutet viele Passformen. Hier lohnt es sich in den Anfahrtsweg zum Händler zu investieren und sich Durchzuprobieren.

Ein paar Impressionen zu Bike-Handschuhen für den Winter von Specialized.


Bei den Schuhen empfehlen wir extra Mountainbike-Schuhe für den Winter. Für Viel-Fahrer lohnt sich definitiv die Investition in Schuhe von Vaude oder Shimano, die bei 220,00€ anfangen. Der halbhohe Bikeschuh von Vaude (Minaki Mid II STX) ist wasserdicht, winddicht, atmungsaktiv und warm durch eine Sympatex® Membran und ein PrimaLoft® Eco Innenfutter. Durch den Boa-Schnellverschluss ist eine Nachjustierung beim Biken auch mit Handschuhen schnell und einfach möglich.


Auch die Winter-Variante von Shimano SH-MW7 für 239,95€ überzeugt uns! Der Shimano-Schuh ist ein robuster, isolierter und komfortabler Mountainbike Winterschuh und überzeugt durch sein wasserdichtes GORE-TEX®-Innenfutter, das präzise BOA L6 Verschlusssystem und die integrierte Torbal-Technologie (Zwischensohle) für einen natürlichen "Flow" auf der Abfahrt.


Wem diese zwei Varianten zu teuer sind und lieber auf seine altbewährten Bike-Schuhe zurück greifen möchte, der wählt die klassischen Neopren-Überschuhe. Diese kommen allerdings bei Minus-Graden an ihre Grenzen.


Alle Produkte aus unserem Ausrüstungs-Tipps Blog findest du bei uns im Radhaus Winterlingen.

Gerne beraten wir dich aktuell per E-Mail oder am Telefon. Sobald wir unser Radgeschäft wieder öffnen dürfen gerne auch persönlich. Wir freuen uns auf deinen Besuch!

So, und nun heißt es: raus in den Winter und biken!

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